Führungskräfte sind die Engpässe der digitalen Transformation 

//Führungskräfte sind die Engpässe der digitalen Transformation 

Am 12. April trafen sich 15 Experten aus der Chemie und junge ChemikerInnen, um das Netzwerk CHEM4CHEM offiziell aus der Taufe zu heben. „Nachfrage“ aus der jungen Generation nach Kompetenzen, Best Practices und Tipps zum Berufseinstieg traf auf „Angebote“ der Experten und deren Erfahrung

In engagierten Diskussionen wurden 3 Zielgruppen definiert, die von der Digitalisierung in besonderem Maß betroffen sind und deswegen individuell darauf vorbereitet werden müssen:

  • Die Nachwuchskräfte müssen auf die Anforderungen der Chemie 4.0 bzw. Pharma 4.0 bezüglich Digitalisierung, Management-Themen, Soft Skills, Projektmanagement und mehr denn je gesellschaftliche Verantwortung (Nachhaltigkeit, Umgang mit Ressourcen, Fragen der Wirtschaftsethik) vorbereitet werden 
  • Gestandene Fachkräfte in der Chemie 4.0 und Pharma 4.0, die in 5 Jahren noch im Beruf stehen, müssen umdenken und weniger den Verlust lieb gewonnener Praktiken, Prozesse und Systeme sehen als vielmehr die Chancen, durch neue Alternativen effektiver und effizienter, also „anders als bisher“ zu arbeiten und dadurch ihre Employability zu sichern. Das Umdenken kommt nicht von alleine und muss durch Konferenzen, Seminare, Trainings, Coaching und Betreuung „gefordert & gefördert“ werden
  • In besonderem Maß sind Vorstände, Geschäftsführer, Business Unit Leiter, Bereichsleiter usw., also Führungskräfte gefordert, ihren Verantwortungsbereich zukunftsorientiert im Einklang zwischen Unternehmen, Fortschritt und Humanressourcen zu „gestalten statt verwalten“

 

Inhalte und Form der Vorbereitung und Weiterqualifikation müssen den Zielgruppen angepasst werden 

Um Bewusstsein zu vermitteln und Perspektiven zu vermitteln, mögen Konferenzen am besten geeignet sein, um Praxisbeispiele in der Tiefe zu vermitteln eher Seminare oder Workshops und um den Verhaltenswechsel zu bewerkstelligen eher individuelle Coachingangebote. Zielgruppenspezifische Inhalte und Formate der CHEM4CHEM-Angebote werden in den nächsten Wochen definiert. Der Trend geht sehr klar in Richtung agile, interaktive Vermittlung von Kompetenzen

Die Stärken eines agilen Netzwerks schlagen das etablierte System

Wo Hochschulen und Universitäten einerseits über ihre „langlebigen“ Curricula und Unternehmen andererseits über ihre „historischen“ Jobprofile und Anforderungen hinter der Geschwindigkeit des – digitalen – Fortschritts und des erforderlichen Wandels hinterherhinken,  leistet das Netzwerk CHEM4CHEM   a g i l,  d.h. pragmatisch, unkonventionell und lösungsorientiert, das, was nötig ist, Humanressourcen auf Führungs- und operativer Ebene die Kompetenzen zu vermitteln, die die Anforderungen der Chemie 4.0 erfordern – beginnend bei den Führungskräften, die mit gutem Beispiel voran gehen sollen, es aber leider noch oft genug nicht tun

Es gibt keine Entschuldigung für Führungskräfte, ihre Ressourcen und ihr Unternehmen nicht auf die Herausforderungen der Chemie 4.0 vorzubereiten und sie auf diesem Weg zu führen. Wozu sind sie sonst Führungskräfte?

CHEM4CHEM kann nicht mehr als Führungs- und Fachkräften anzubieten, das Notwendige und Verpflichtende zu beherzigen, Führungs- und Fachkräfte dagegen schon, indem sie das Angebot für sich und ihre Abhängigen nicht ignorieren

2019-04-13T19:30:32+02:00
Diese Website verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Services erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Ok